1836
Friedrich und Charlotte Reihlen stellen Friedrich Weidle als Hauslehrer ein, zunächst für die beiden Söhne in Religion, dann für ihre Tochter Elise in den Elementarfächern.
Bald besuchen auch die Töchter befreunde ter Familien den Unterricht in der Familienwohnung Marktstr. 13, dann in der Wohnung Wagner in der Sophienstr. 3
16. März 1841
Genehmigung zur Gründung einer Privat-Lehranstalt für Töchter gemäß dem Antrag vom 11.03.1841 der vier Väter Reihlen, Wagner, Engelmann, Charpiot
1841 – 1869
Friedrich Weidle Schulleiter
5. Mai 1841
offizielle Eröffnung der Anstalt in der Marienstr.10 mit 49 Schülerinnen in vier Klassen. Nach Fertigstellung des Geschäftshauses Reihlen in der Eberhardstr. 1 bezieht die Schule das oberste Stockwerk
1851
Die Schule hat 231 Schülerinnen in neun Klassen (Stuttgarter Pfarrbericht)
5. Mai 1856
Einzug in das Schulgebäude in der Tübinger Str. 7. Die Schülerzahl steigt auf über 500 Schülerinnen
1869
Ein Schlaganfall zwingt Weidle zur Aufgabe der Schulleitung. Ein Comité von Vätern, später Schulrat genannt, bemüht sich um den Fortbestand der Schule
1869 – 1873
August Schmid Schulleiter
1873 – 1896
Michael Benzinger Schulleiter
27. Mai 1873
Gründung der „Aktiengesellschaft Evangelisches Töchterinstitut“
18. August 1873
Einzug ins neuerbaute Schulgebäude Paulinenstr. 30 („Lämmerstall“). Das ebenfalls neuerbaute Wohnhaus Paulinenstr. 32 enthält Lehrerwohnungen.
Die Königliche Kommission für die Höheren Mädchen-Schulen übernimmt aufgrund des Gesetzes vom 30. Dezember 1877 die Schulaufsicht vom Königlichen Evangelischen Konsistorium. In den folgenden Jahren erhält die Schule einen staatlichen Zuschuss, die Lehrerinnen und Lehrer erhalten Pensionsrechte
1881
Die Stadt Stuttgart übernimmt einen jährlichen Zuschuss von 9000 Mark
10. Juni 1891
Jubelfeier zum 50 – jährigen Bestehen der Schule in der Liederhalle. König Wilhelm II. verleiht dem Schulvorstand den Titel eines Rektors
24. März 1893
Königin Charlotte besucht das Töchterinstitut
1896 – 1917
Christian Dietrich Schulleiter
1. April 1903
Streichung der städtischen Fördermittel. Rektor Dietrich beginnt, Spenden für eine Schulstiftung zu sammeln
20. Juni 1906
Gründung der „Schulstiftung für das Evangelische Töchterinstitut“, die am 28. November 1906 von König Wilhelm II. genehmigt wird
1. April 1911
Die Schulstiftung übernimmt den Schulbetrieb. Nachdem sie am 27. Juni 1911 im Besitz sämtlicher Aktien der „Aktiengesellschaft Evangelisches Töchterinstitut“ ist, wird die Aktiengesellschaft liquidiert. Das Schulgebäude wird Eigentum der Schulstiftung 1913. Die Evangelische Gesamtkirchengemeinde Stuttgart beginnt, einen jährlichen Beitrag zu leisten (zunächst 3000 Mark).
1917 – 1927
Dr. Alfred Lotze Schulleiter
1920
Die Evang. Gesamtkirchengemeinde, die Evang. Diakonissenanstalt und die Evang. Gesellschaft entsenden Vertreter in den Verwaltungsrat der Schulstiftung. „Damit erhält die Schule die schon länger erwünschte breitere Grundlage in der Öffentlichkeit und die Gewähr einer gedeihlichen Fortentwicklung für die Zukunft.“ (Evangelisches Gemeindeblatt für Stuttgart, 15.2.1920) Die Evang. Diakonissenanstalt stellt in ihrem Schülerinnenheim Plätze für auswärtige Schülerinnen zur Verfügung
1927 – 1948
Dr. Hermann Class Schulleiter
15. Oktober 1929
Einweihung des neuerbauten Schulgebäudes in der Arminstr. 30
1. Mai 1932
Die Schulstiftung übernimmt die 1908 gegründete Reformschule Heidehof
24. März 1937
Teilweise Übernahme von Lehrkräften in den Staatsdienst
27. April 1937
Übernahme des Evangelischen Töchterinstituts durch die Stadt Stuttgart „im Zuge der Vereinheitlichung des nationalsozialistischen Erziehungswesens“
28. April 1937
Umbenennung des Evangelischen Töchterinstituts in „Mörike-Oberschule“. Die Schulstiftung wird liquidiert
2. Oktober 1939
Die Uhland-Oberschule (vormals Evang. Heidehofschule) wird an die Mörike-Oberschule angegliedert (bis 1952)
11. März 1943
Bei einem Fliegerangriff wird das Schulgebäude insbesondere im Dachgeschoss
erheblich beschädigt.
Ab Winter 1943/44 Evakuierung der Schule nach Freudenstadt, Alpirsbach und Saulgau
1. Oktober 1945
Wiederbeginn des Unterrichts mit den Klassen 1 –
4. Im November folgen die weiteren Klassen. Im Schichtbetrieb werden 1400 Schülerinnen aus mehre
ren Schulen unterrichtet. Den Festsaal belegt das Staatstheater
2. September 1946
Rückkauf des Schulgebäudes von der Stadt Stuttgart
19. März 1948
Die „Schulstiftung Evangelisches Töchterinstitut“ wird vom Kultministerium erneut
genehmigt
1. September 1948
Das Evangelische Töchterinstitut mit der Mörike-Oberschule und der Heidehof-Oberschule wird
wieder als Privatschule geführt
Dezember 1948
Verleihung der Versorgungsberechtigung der Staatsbeamten an ständige Lehrkräfte
des Evangelischen Töchterinstituts
1949-1958
Dr. Wilhelm Reimold Schulleiter
1. Juli 1949
Der erste Abiturjahrgang legt die Reifeprüfung ab
4. April 1952
Die Mörike-Oberschule wird vom Kultministerium als „ausgebaute Vollanstalt“ anerkannt
1954
Die Mörike-Oberschule wird in „Evangelisches Mörike-Gymnasium“ umbenannt. Es unterhält Dependancen in Degerloch und Möhringen und ist mit über 1100 Schülerinnen die größte höhere Schule in  Nordwürttemberg sowie die größte Privatschule Süddeutschlands
1958 – 1966
Friedrich Grosch Schulleiter
11. Juli 1966
Feier des 125-jährigen Schuljubiläums
1966 – 1981
Dr. Peter Müller Schulleiter
1968 /69
Eröffnung des Tagheimschulzugs
21. April 1978
Einweihung des Erweiterungsbaus in der Arminstraße
1978
Gründung des Vereins „Schülerhaus Mörike-Gymnasium e.V.“
1979/80
Einführung der Koedukation in der 5. Klasse
Einführung der Reformierten Oberstufe
1982 – 1989
Ulrich Krämer Schulleiter
18. November 1982
Eröffnung des Schülerhauses in der Böheimstraße 18
1984
Einführung von Spanisch als 3. Fremdsprache
1985
Das Schulgebäude wird als Kulturdenkmal ausgewiesen
1987
Einführung des Berufsorientierten Praktikums
1988/89
Einführung des Gymnasialzugs mit verstärktem Musikunterricht
1989 – 1997
Walther Kummerow Schulleiter
4. Mai 1991
Festakt zum 150-jährigen Schuljubiläum im Hospitalhof
1991
Der Musikpreis wird erstmals gestiftet
1991/92
Erste Erprobungen der „Freiarbeit“ in der Unterstufe
1994
Start der Förderkurse „Schüler helfen Schülern“ (ShS)
1995
Preis der Landesregierung beim Wettbewerb „Energiesparende und klimafreundliche
Schule“
Einführung des Diakonischen Praktikums in Klasse 9
1997
Ausschreibung des Kunstpreises. Zusammen mit dem Musikpreis wird er seither jährlich am „Abend der Künste“ überreicht
Einrichtung der Gemeinsamen Schulrunde (GSR) – paritätisch besetzt
seit 1998
Sonja Spohn Schulleiterin
2000
Einführung der Unterstufenkonzeption / Neue Lernformen (NLF)
Umsetzung des Streitschlichter-Projekts
2002
Übernahme der Patenschaft für das Mahnmal zum Gedenken an die Opfer der nationalsozialistischen Diktatur am Alten Schloss
2003
Einführung des Schulsanitätsdienstes
Start der „Stolperstein“ – Verlegungen in Stuttgart. Übernahme der Patenschaft für den „Stolperstein“ für Hermine Mayer vor dem Gebäude Arminstr. 38
seit 2004
Vergabe des Rebekka-Merz-Preises als Sozialpreis
2004/05
G8 (achtjähriges Gymnasium)
Einführung des Profilfachs Naturwissenschaft und Technik
2007
Verabschiedung der Schulcharta im Rahmen einer GSR-Sitzung
2012
Beginn der Gebäudesanierung
2012/13
Die Evangelische Mörike-Realschule nimmt mit einer Klasse 5 den Unterrichtsbetrieb auf.
Weiterentwicklung von NLF zur TeamZeit (TZ)
Coaching-Angebot für SchülerInnen der Klassen 5
2014
Fair Trade – Aufnahme von regio-fairem Beschaffungswesen in die Schulcharta
2016
175-jähriges Schuljubiläum
Abschluss der Gebäudesanierung