Im März stehen die Landtagswahlen in Baden-Württemberg an und zum ersten Mal ist man mit 16 wahlberechtigt. Diese Neuerung betrifft uns als Schule besonders, denn nun besteht die gesamte Oberstufe aus Erstwählern. Wer zum ersten Mal wählt, muss sich seiner Verantwortung bewusst sein, doch meistens fehlt noch eine klare politische Orientierung. Uns als Gemeinschaftskunde LK war von der ersten Stunde an klar, dass wir unsere Mitschüler auf diesem Weg unterstützen wollen.

Wir hielten eine Podiumsdiskussion für die beste Möglichkeit, ein großes Meinungsspektrum abzubilden. Als wir etwa einen Monat vor dem Event mit der Planung begannen, entschieden wir uns von dem klassischen Format einer Podiumsdiskussion abzuweichen und etwas Neues auszuprobieren. Dabei sollten zwei Politiker sich gegenüber sitzend über eine Streitfrage austauschen.

Nun galt es die Parteien anzuschreiben, Parteiprogramme zu lesen, Streitfragen zu entwerfen und Fehler zu antizipieren. Wir steckten viel Zeit in die Vorbereitung und am Tag der Podiumsdiskussion schien alles perfekt geplant. Doch der Tag begann schon mit der ersten schlechten Nachricht. Das BSW musste leider aufgrund des ÖPNV-Streiks absagen, doch das konnte uns nicht aus der Fassung bringen. Wir stellten kurzerhand unseren Ablauf um und machten uns bereit. 9:30 Uhr: Die ersten Politiker trafen ein. Unser Moderatoren-Team war aufgeregt, der Saal füllte sich langsam und Spannung lag in der Luft, doch einer fehlte. Fünf Minuten vor dem Start fehlte der Vertreter der Linken und er sollte auch nicht mehr erscheinen. Wir ließen uns nicht aus der Fassung bringen und begannen mit der Diskussion mehr oder weniger pünktlich. Es kam zu spannenden Gesprächen über Bildung, Migration, Wirtschaft und Klimaschutz. Doch wie zu erwarten schweiften die Politiker trotz der Bemühungen unserer sehr engagierten Moderation immer wieder ab. Das Publikum reagierte stark auf einige kontroverse Aussagen und zeigte sich sehr interessiert.

Im Nachhinein blickt unser Gemeinschaftskundekurs positiv auf die Podiumsdiskussion zurück und hofft, dass wir einen Beitrag zur Orientierung aller Erstwählenden unserer Schule für die kommende Wahl leisten konnten.

Im Nachgang ging dem Publikum auch noch eine Nachbereitung samt Faktencheck zu, in der wir uns als Schüler des Mörike nochmals ganz deutlich von menschenverachtenden und abwertenden Aussagen distanzierten und die Werte des Evangelischen Mörike hervorhoben.

Wir bitten euch, eure Verantwortung ernst zu nehmen und mit eurer Stimme unsere Demokratie zu stärken.

Für den LK Gemeinschaftskunde: Charlotte, Marlene, Karl

(Text ergänzt durch Herrn Rojan als Kurslehrer)